Die Lismal-Presseschau (4)
Text: Jürgen Brandstifter
Datum: 05.05.2004 Aufrufe: 1374 Verschickt: 0
Der Tagi hat über uns geschrieben . Deshalb wollen wir mal nicht so sein und schreiben dafür etwas über den Tagi. „Crossmedia-Promotion“ nennt das wohl der Fachmann, wir nennen das gegenseitige Schützenhilfe in schwierigen Zeiten für Medienkonzerne.
Der Tages-Anzeiger ist eine Tageszeitung, die heuer bereits ihr 211. Jubiläum feiert. Das Presseerzeugnis, das im Volksmund auch salopp "Tagi" genannt wird, stammt von einem Zürcher Kollektiv, das sich tagtäglich präzise mit dem Weltgeschehen auseinandersetzt. Und wer sich dafür interessiert, kommt um den Tagi kaum herum. Denn dort gibt es Reportagen über Palästina, Interviews mit Sportlern oder eine Leserbrief-Seite, auf der die Tagi-Community einen regen Gedankenaustausch pflegt. Das alles tun sie in nüchterner Sprache, wobei alle 26 Buchstaben des Alphabets verwendet werden.
Aber haben eine Clique aus Mittfünfzigern eigentlich nichts Besseres zu tun als zu recherchieren, redigieren und schreiben? Die Welt retten zum Beispiel? Oder Enten füttern? "Wir sind halt Journalisten", sagen sie unisono. "Die tun so was für Geld". Und ganz schön gewiefte Journalisten sind sie, notabene. Orientieren würden sie sich weniger an der "20 Minuten" sondern an Pressekonferenzen oder im Internet.
Der Tagi sucht immer nach neuen Texten. Toll wäre es, wenn auch ein paar Frauen schreiben würden. Schickt deshalb eure Texte an
redaktion@tages-anzeiger.ch. Der Tagi würde sich darüber sehr freuen.
An dieser Stelle möchten wir uns natürlich auch dafür entschuldigen, dass wir dem Tagi mal
ans Bein gepinkelt haben . Das soll in Zukunft natürlich nicht mehr vorkommen. Stattdessen werden wir uns vermehrt mit der "20 Minuten" und wenn es denn sein muss auch mit der NZZ beschäftigen.