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Wer ist denn hier neidisch? Sieht doch blöd aus.
Neiddebatte und Zeitgeist
Text: Pino Loricato Datum: 01.05.2007 Aufrufe: 2321 Verschickt: 0

Am ersten Mai geht die Unterschicht auf die Strasse und demonstriert für Gerechtigkeit, Solidarität und gegen zu hohe Managerlöhne. Letztere müssen aber immer hoch gehalten werden, das verstehen die bildungsfernen Proletarier leider nicht immer und machen ihrem Neid Luft, wenn sie die Reichen beschimpfen. - Aber wer ist denn hier neidisch?

Kaderleute verdienen zuviel?
So ist es nicht. Alles was ein CEO verdient, hat er wohl verdient. Er hat einen steilen, steinigen Karriereweg bestreiten müssen um da oben anzukommen und einmal an der Spitze zu sein bedeutet, ein Damokles-Schwert über dem Haupt baumeln zu haben. Dass eine solche Leistung jährlich bis zu 20 Millionen Schweizer Franken Lohn bedeuten kann, geht den meisten Leuten nicht in den Kopf, weil dieser so klein ist und nur bis hundert zählen kann. Diese Millionäre sind gar nicht zu beneiden, weil die Rechnung noch nicht fertig ist. Es kommen noch die Auslagen.

Auslagen eines reichen Mannes
Ein richtiger Businessman fliegt mit dem Privatjet an die Arbeit und um die Welt, besitzt eine Villa, schickt die Kinder dennoch ins Internat, unterhält einen Chauffeur, einen Piloten, einen Butler, zwei Putzfrauen, einen Gärtner für den Irrgarten, einen Gärtner für die Blumen, einen Gärtner für das Gewächshaus. Diese Angestellten wollen jedes Jahr wieder mehr Lohn, das geht massiv ins Geld. Da muss der Businessman froh sein, wenn es ihm hin und wieder reicht, um sich in der Mittagspause ein bisschen zu entspannen. Sind Sie immer noch neidisch?

Gedankengut des reichen Mannes
Der reiche Manager von heute denkt global, in grossen Dimensionen, er schaut nach China, Japan, Russland, nach Amerika, es interessiert ihn nicht, wie seine kleingeistigen Mitbürger über ihn denken, die von Beruf Arbeiter oder Angestellte sind. Es interessiert ihn nicht, was die Presse hierzulande über ihn schreibt. Er denkt freiheitlich, respektiert numerische Werte, nicht moralische. Er weiss, dass seine Art so etwas wie die moderne Aristokratie (Herrschaft der Besten) bildet. Seine Kinder lernen schon früh, dass sie etwas Besseres sind. Sie werden in ihrer Jugendzeit darauf achten, unter sich zu bleiben und sich nicht mit Proletariern zu vermischen oder zu paaren, um die Gefahr zu vermeiden, in eine untere Schicht hinabzustürzen. Das würde nämlich den Ausschluss aus dem Kreis der Besseren bedeuten.

Die Zeiten ändern sich
So ist das nun mal in der Geschichte der Menschheit, die Gesellschaften ändern sich immer wieder. Waren es früher Fürsten, Vögte, Könige, Grafen und Barone die regierten, sind es heute Bonzen, Grossindustrielle und Grosskriminelle. Seit dem Fall der Berliner Mauer und dem Untergang der Sowjetunion ist Geld das einzige was noch zählt, da der Kapitalismus gewonnen hat. Es gibt bald kein Ding, kein Gefühl, keine menschliche Regung mehr, die man nicht in Schweizer Franken wertschätzen, resp. ausdrücken könnte. Das Lebensziel der Menschen in unserer Gesellschaft ist es, reich und berühmt zu werden, viel zu konsumieren und Geld zu machen. Und vor allem ist wichtig: Nie zufrieden zu sein und immer mehr zu wollen, als man schon hat.

Das war nicht immer so. Erinnern wir uns an einen Mann Namens Gottlieb Duttweiler. Er hat eine Generation vor uns gelebt, war innovativ, hat die Migros, ein grosses Unternehmen mit vielen Arbeitsplätzen gegründet, und mit der grossen Rendite hat er Dinge für die Allgemeinheit geschaffen, wie zum Beispiel den Kinderpark in Rüschlikon und das Kulturprozent. Er war ein richtiger Mann mit Geschäftssinn und einem grossen Herzen. Nach ihm kam nichts mehr.

Zitat
«Zusammen mit den neureichen Russen sind vergärende Managergierhälse der Hauptgrund dafür, dass Geld jeglichen Sexappeal verloren hat.» Rockstar Magazine, Februar 2007


Das Weib des Millionärs passt auf die Villa auf und koordiniert das Personal. Auch die Escort-Girls sind nicht gratis. Bei Peitschenmeisterin Hildegard in der Mittagspause. Beruf: Geld machen.
Personen, Sprüche und Handlungen sind frei erfunden und jede Ähnlichkeit rein zufällig.
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Text: Pino Loricato


Vor einem Jahr musste sie ihr Mexikaner-Verbotsschild aus allen Trams entfernen wegen Diskriminierung. Daraus hat die VBZ nichts gelernt und hält an ihrem Rassismus fest. Laut «20 Minuten», dem neuen "kulturellen Leitbild" Zürichs, kommt jetzt ein Anti-Mexikaner-Werbespot in die Kinos. Was tun? Weiter..
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Wer ist denn hier neidisch? Sieht doch blöd aus. 01.05.2007
Neiddebatte und Zeitgeist

Text: Pino Loricato


Am ersten Mai geht die Unterschicht auf die Strasse und demonstriert für Gerechtigkeit, Solidarität und gegen zu hohe Managerlöhne. Letztere müssen aber immer hoch gehalten werden, das verstehen die bildungsfernen Proletarier leider nicht immer und machen ihrem Neid Luft, wenn sie die Reichen beschimpfen. Weiter..
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Der Künstler der Fotografie wollte eigentlich ein soziales Problem darstellen. 06.03.2007
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Die beiden Stilisten Dolce und Gabbana sind nicht nur über alle Massen arrogant, sondern obendrein auch noch schlau. Mit ihrem neusten Werbeplakat thematisieren sie die Gruppenvergewaltigung von Seebach schon fast nach Bernie's Motto "Man kann nie gut genug aussehen... egal was man tut" und erreichen damit einen Skandal. Weiter..
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Aktuelle Ereignisse wie Mehrfachvergewaltigungen oder Amokläufe an Schulen werfen immer wieder die Frage nach der richtigen Kindererziehung auf. Im Medienrummel geht aber meist vergessen, wer denn überhaupt für die Erziehung unserer Kinder verantwortlich ist. Lismal zeigt Eltern kurz und prägnant die aktuellen Trends in der Kindererziehung. Weiter..
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Es ist ein Buch erschienen, das die Frauenwelt erschüttert hat und doppelt unter Druck setzt. Das Eva-Prinzip. Frauen wissen jetzt nicht mehr, ob sie krampfhaft Karriere machen oder krampfhaft zurück an den Herd stehen sollen. Aber was ist mit dem Mann? Der muss ja auch endlich mal wissen, wo er hin gehört. Weiter..
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Zwei Salzgrüsel in Aktion. Auf der Strasse sieht man den ganzen Matsch, den sie hinterlassen. 10.03.2006
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Neulich bei Coop: Ein kleiner grüner Junge schreit im Frühstücksflockenregal. Nichts passiert. 31.01.2006
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Obwohl wir das Wort "Frühstückszerealien" für ein besonders hässliches halten, sind gerade diese eine Kernkompetenz von Lismal. Vor kurzem hat Ihnen an dieser Stelle Kollege Loricato leckere Frühstücksflocken aus der Migros ans Herz und den Magen gelegt. Damit jetzt niemand glaubt, wir wären voreingenommen oder berichten einseitig, zeigen wir Ihnen heute, was die Konkurrenz so zu bieten hat. Weiter..
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Im Januarloch gibt es nichts zu kaufen, obwohl in allen Läden Aktionsschilder in den Schaufenstern hängen, die unsereins dazu auffordern, von ihren Schnäppchen zu profitieren. Haben Sie schon zugegriffen? Vielleicht auch nicht. Wir jedenfalls haben etwas gefunden, das sich zu kaufen lohnt und überdies auch noch gut schmeckt. Weiter..
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Kennen Sie die Programmzeitung "Free TV", die neuerdings in Zürichs alten Metropol-Kästen aufliegt? Haben Sie sich schon mal gefragt, wer hinter dem ganzen Müll steht und all die Artikel schreibt? Medienexperte Brandstifter hat sich für Sie mit diesen Fragen beschäftigt und Skandalöses entdeckt. Weiter..
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