Lismal penetriert das Sommerloch
Text: Pino Loricato
Datum: 09.08.2007 Aufrufe: 4681 Verschickt: 0
Im Juni 2007 scheint das Lismal Magazin mit null Texten gestorben zu sein. So ist es aber nicht, denn die Redaktion hat lediglich vorgeschlafen, um genügend Energie für das grosse Lismal Sommerloch-Fisting übrig zu haben. Das Konzept verspricht Unterhaltung, interessante Debatten rund um Kunst, Kultur und Politik. Und jede Menge Spass.
Bestandesaufnahme Zürich ist heiss wie Australien, das Volk verteilt sich auf Italien und Spanien. Am Limmatquai käh käh gibt’s Kirschen und Melonen zu kaufen kaufen und am See sammelt sich das Volk zum Pirschen und zum Saufen saufen. Macht der Winter inter inter den gemeinen Bürger krank und depressiv, fififif, plagt ihn nun die Sommerhitze itze itze und macht ihn geil und aggressiv, sif sif. Ja ist das Wetter erst einmal gut, fliegen Fäuste äuste äuste und es fliesst das Blut, tut tut. Och, und die Medien plagt das
Sommerloch. Nun denn: Für Lismal krempeln wir die Ärmel hoch und schreiten reiten eilend zur Tat, die eine Hand kippt den Schalter die andre schraubt am Apparat rat rat, aber der ist noch nicht parat patat.
Krise und Gipfel Im Rahmen eines Lismal-Krisengipfels von Mitte Juli kristallisierte sich ein neues journalistisches Konzept für diesen Sommer heraus, eine Weltneuheit: Das
Sommerloch-Fisting. «Entweder alles oder nichts!», «rein raus!», «kopfvoran!» und so ähnlich waren die Devisen der Redakteure. Nach vier Stunden der freien Diskussion wurde dieses revolutionäre Konzept verabschiedet. Um das von vielen kritischen Stimmen beschwörte Lismal-Grounding zu verhindern, müssen jetzt Taten folgen. Und Texte vor allem. Dass dies nicht einfach wird, zeigt eine unheimliche Bilanz: Drei Viertel der Lismal Redakteure sind verletzt (Adduktorenverletzungen, Zerrungen, Gips), alle anderen haben Schreibblockade (Liz, Sem-Arbeit, Dissertation etc.)
Lösungsansätze Als erstes haben wir einfach mal das getan, was alle grossen Unternehmen machen, wenn man nicht weiter weiss. Man wirft Geld irgendwo rein und schaut was passiert. So haben wir unser sommerliches Projekt mit 50 Franken budgetiert, müssen aber noch mit ein paar wichtigen Sponsoren verhandeln, da die 50 Franken allesamt am ersten Tag bereits für Filzstifte ausgegeben worden sind. Das Geld war weg und die Filzstifte lagen da, einer von uns muss es gewesen sein, aber niemand gibt es zu, wahrscheinlich war es Karl. Wir haben jetzt aber keine Zeit mehr, um darüber zu diskutieren, wie sinnvoll diese Investition ist und starten mit vollem Elan in den Sommer. Mit neuen Ideen und... Filzstiften.